Die Geschichte vom Dalberger Hof

Ehem. Adelshof der Freiherren von Dalberg, im Range von Reichsrittern, die seit dem 16. Jh. bis Anfang 19. Jh. in Wachenheim begütert waren.  Die Reichsritter von Dalberg gehörten nicht zum Burgadel. Ein Junker von Dalberg wird in Wachenheim erstmals 1539 erwähnt.

Der 1689 abgebrannte Hof wurde im frühen 18. Jh. wieder aufgebaut unter Wiederverwendung der alten Bausubstanz. Das in repräsentativer Weise im Hof querliegende Herrenhaus in spätbarocker Bauweise besticht durch seine Portalbekrönung von 1717 aus Gelbsandstein mit reich dekoriertem Bildfeld, wie Krone, Engelsköpfchen, Schildbuckel mit Wappen und ein ovales Schriftenfeld. Die Inschrift lautet AEDES FRANCISCI EKENBERTI LIBERI BARONIS A DALBERG NOVITER CONSTRUCTAE ET ERECTAE – Haus des Franz Ekbert Nachkomme des Barons von Dalberg neu gebaut und aufgerichtet- die verschlüsselte Jahreszahl gibt das Jahr 1717 an.

Der Dalberger Hof ist eines der größten Herrengüter am Ort. Die Türbekrönung ist eine der qualitativ am besten erhaltenen in der Region.

Das Anwesen ging 1804 in bürgerlichen Besitz über und war bis 1936 als Hotel und Gaststätte „Dalberger Hof“ genutzt, anschließend als Betriebsgelände der Holzfassküferei Tempel.